Jasper Fforde

 

Der Fall Jane Eyre
Können Sie sich eine Welt vorstellen, in der Literatur so wichtig genommen wird,
dass es eine Spezialeinheit gibt, um sie vor Fälschern zu schützen? Als Geheimagentin
Thursday Next ihre neue Stelle in Swindon antritt, ahnt sie schon, dass ihr die größte
Herausforderung ihrer Karriere bevorsteht: Niemand anderes als der Erzschurke
Acheron Hades hat Jane Eyre aus dem berühmten Roman von Charlotte Bronte entführt,
um Lösegeld zu erpressen. Eine Katastrophe für England, das mit dem seit 130 Jahren
tobenden Krimkrieg schon genug Sorgen hat. Aber Thurday Next ist eine Superagentin:
clever und unerschrocken. Und wenn sie wirklich mal in der Klemme sitzt, erscheint aus
dem Nichts ihr von der ChronoGarde ausgestoßener, ziemlich anarchistischer Vater, um
für ein paar entscheidende Minuten die Zeit anzuhalten ...

In einem anderen Buch
Spezialagentin Thursday Next, eben noch strahlende Heldin im Falle Jane Eyre, wird schwer
in die Mange genommen: Ihre eigene Dienststelle lässt sie beschatten, bei der Mammut-
Herbstwanderung fällt ihr ein Oldtimer fast auf den Kopf, ihr Dodo legt in ihrer Küche ein Ei,
der eben erst erworbene Ehemann wird von der Chrono-Garde genichtet, und obendrein geht
am 12. Dezember die Welt unter, wenn sie und ihr ewig zeitreisender Vater nicht herausfinden,
warum sich plötzlich alles in rosa Soße verwandelt. Zum Glück findet sie in Miss Havisham eine
strenge Lehrerin, die ihr zeigt, wie man sich mit Hilfe von Jurisfiktion nicht nur aus einem
Prozess à la Kafka, sondern auch aus einer Waschanleitung für Angorapullover befreit.

Im Brunnen der Manuskripte
Die Welt der Literatur gegen alle möglichen Missetäter zu verteidigen, ist eine ehrenvolle,
aber auch nervenaufreibende Aufgabe. Wen wundert es also, dass Thursday Next sich zu
ihrem Mutterschaftsurlaub in die tiefsten Tiefen des Brunnens der Manuskripte zurückzieht.
Genauer gesagt auf ein gemütliches Flug-/Hausboot in einem drittklassigen, unlesbaren
Krimi, der wahrscheinlich nie veröffentlicht wird. Hier kann sie sisch auf die Große Dienstprüfung
der Jurisfiktion vorbereiten. Aber das Leben im Brunnen der Manuskripte ist nicht ungefährlich:
Es ist ein Mörder in diesem Roman unterwegs, der sich auf Jurisfiktions-Agenten spezialisiert
hat. TextGrandCentral will das neue Betriebssystem Ultra-Word™ mit aller Gewalt durchsetzen.

Es ist was faul
Nach jahrelangem Aufenthalt in der BuchWelt kehrt Agentin Thursday Next mit ihrem
zweijährigen Söhnchen Friday und Hamlet, dem bekannten Dänenprinzen, in ihre
Heimatstadt Swindon zurück. Im Haus ihrer Mutter warten freilich schon andere Gäste
auf sie: Lady Hamilton und Fürst Bismarck, der den deutsch-dänischen Krieg von 1864
zu vermeiden versucht. Ansonsten sind es keine guten Zeiten für Dänen: Der tückische
Yorrick Kaine versucht sich auf einer Welle von anti-dänischen Ressentiments zum
Diktator von England ernennen zu lassen, und wenn es Thursday Next nicht gelingt, den
Swindon Mallets zum Sieg beim SuperHoop (der Krockett-Meisterschaft) zu verhelfen,
werden Kaine und die Goliath Corporation die Welt in den Untergang führen. Eigentlich
erstaunlich, denn Goliath bereut (angeblich) alle Sünden und möchte als
Religionsgemeinschaft anerkannt werden. Und was noch schlimmer für Hamlet ist:
Er kann nicht zurück in die BuchWelt! Ophelia hat sein Stück umgeschrieben ...

Durch Zufall die Bücher entdeckt (ein ausgefallener Einband ist halt doch was wert...)
"Der Fall Jane Eyre" mal kurz angelesen und dann mitgenommen.
Ich konnte anschließend nicht mehr aufhören mit lesen. Ungemein fesselnd und
himmelschreiend komisch geschriebene Fantasy.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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